Die Konjunktur läuft auf Hochtouren – und damit steigt auch der Finanzbedarf der Unternehmen rasant. So verschaffen etwa Sicherheiten und Bankbürgschaften über eine Kautionsversicherung wie die der R+V Unternehmen finanziellen Spielraum.

Vor allem für Bauunternehmer, Handwerker sowie Maschinen- und Anlagenbauer ist es an der Tagesordnung, dass ihre Auftraggeber Sicherheiten einbehalten. Dabei werden gewisse Anteile der Bau- oder Auftragssumme zunächst nicht ausgezahlt und für mögliche Schadensersatz-forderungen einbehalten. Als Folge drohen den ausführenden Firmen Liquiditätsengpässe. Gerade im Baugewerbe gilt die Devise „Zeit ist Geld“. In dieser hart umkämpften Branche werden Aufträge aufgrund des hohen Zeitdrucks oft besonders schnell vergeben und die Handwerksbetriebe müssen zeitnah reagieren. Dementsprechend zügig benötigen sie eine Bürgschaft. Zu den gängigsten Bürgschaftsarten zählen Sicherheiten für Mängelansprüche, Vertragserfüllungen, Anzahlungen, Zölle, gewerbliche Mietverträge, Altersteilzeitguthaben, Arbeitszeitkonten und Verpflichtungen nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz.

Traditionell bevorzugen Mittelständler die Finanzierung durch Eigenkapital, ergänzt durch eine Kreditfinanzierung über die Hausbank. Zum reinen Finanzbedarf eines Unternehmens kommen oft sehr hohe Sicherheitsbedürfnisse bei Kunden, Lieferanten, Geschäftspartnern und Ämtern, die die Liquiditätssituation zusätzlich einschränken. Solche notwendigen Bürgschaften belasten jedoch die eigene Kreditlinie und zusätzliche Investitionen werden schwieriger.

Alternative Finanzierungsinstrumente wie etwa der Forderungsverkauf (Factoring) oder die externe Aufnahme von Eigenmitteln über Anleihen oder Mezzanine-Kapital spielen bei kleinen und mittelständischen Unternehmen kaum eine Rolle.

Praxisbeispiel
Die folgenden Zahlen zeigen exemplarisch den Bedarf eines typischen mittleren Unternehmens
im Bau- und Baunebengewerbe (alle Werte gerundet).
- durchschnittl. Jahresumsatz: 4 Mio. Euro
- notwendige Sicherheiten: 5% des Auftragswertes für eventuelle Schäden aus Mängeln
- Laufzeit der Sicherheit: in der Regel 5 Jahre (BGB)
- 5% von 4 Mio. Euro = 200.000 Euro
- 200.000 Euro x 5 = 1 Mio. Euro

Da nicht jeder Vertrag besichert werden muss, werden „nur“ rund 900.000 Euro als Sicherheit benötigt. Das sind aber auch noch 22,5% des gesamten Umsatzes. Und der mögliche Zusatzbedarf für andere Aktivitäten ist dabei noch gar nicht eingerechnet.

Der Bauunternehmer hat nun verschiedene Möglichkeiten, die geforderten Sicherheiten zu stellen. Erstens könnte er das Geld bis zum Ablauf der Gewährleistungsfrist von vier beziehungsweise fünf Jahren beim Auftraggeber liegen lassen. Doch diese Summe fehlt dann in der eigenen Liquidität. Zudem ist ein Rückfluss nach Ablauf der Mängelhaftung nicht hundertprozentig sicher, denn bei einer Insolvenz des Auftraggebers gibt es womöglich nur einen Teil davon wieder zurück. Zweitens könnte er eine Bürgschaft über eine Bank stellen lassen. Allerdings werden Bürgschaften auf die Gesamtkreditlinie angerechnet, was den Spielraum für den Kontokorrentkredit erheblich eingeschränkt. Zudem müssen von Banken ausgereichte Bürgschaften häufig durch Hinterlegung von Barmitteln zusätzlich besichert werden. Auch die Gebühren sind nicht zu vergessen, denn die Ausfertigung einer Bürgschaft gibt es in der Regel nicht unentgeltlich.

Die dritte Möglichkeit ist ein Versicherer. Eine Bürgschaft bei einem Kautionsversicherer wie etwa der R+V Versicherung schafft kurzfristig Liquiditätsfreiräume und ist dennoch genauso sicher. Die Bürgschaftsübernahme ist sogar oft günstiger, einfacher und schneller. Die eigene Kreditlinie bei der Bank wird nicht belastet. Zudem fallen – etwa bei der R+V Versicherung – häufig keine Ausfertigungsgebühren an. Das Handling selbst ist, wie die Praxis bei R+V bestätigt, absolut unkompliziert. Ein weiterer Vorteil: Die persönliche Haftung der Geschäftsführer oder Gesellschafter wird minimiert.

Die Bürgschaft der Kautionsversicherung ist identisch mit der Bürgschaft einer Bank. Im Rahmen ihres Produkts stellt beispielsweise R+V Bürgschaften als Sicherheit für Verpflichtungen aus, die das Unternehmen gegenüber seinen Auftraggebern übernommen hat. Die großen finanziellen Vorteile der Bürgschaft eines Kautionsversicherers verdeutlicht das unten angeführte Beispiel des Bauunternehmens (hier ebenfalls ein Rechenbeispiel mit gerundeten Erfahrungswerten). Der Bürgschaftsbedarf liegt bei 900.000 Euro für  Mängelanspruchsbürgschaften bei der Bank plus 100.000 Euro für neue Bürgschaften.

Die Differenz der Kosten beider Lösungen ist enorm – wobei in die Kautionsversicherung bei R+V sogar noch bis zu 100.000 Euro an weiteren Bürgschaften gebucht werden könnten. Parallel dazu entlastet der Unternehmer den Kredit bei der Bank um 900.000 Euro und erhält die 350.000 Euro Sicherheiten von der Bank zurück. Darüber hinaus ergibt sich weiteres  Ertragspotenzial, indem etwa Skontoerträge bei Lieferanten realisiert werden können. Fazit: Die Bilanz wird kürzer, das Eigenkapital steigt und die Bonität verbessert sich.

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